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Bitte auch lesen: LED Beleuchtungseinrichtungen am Fahrrad — damals und heute

Fahrradbeleuchtung: TL550 mit zwei Luxeon III

Statt des Vakuum-Glühbirnchens soll das TL550 mit zwei antiparallel geschalteten Luxeon III betrieben werden ... als erstes muss also ein Kabel vom Nabendynamo zum Rücklicht her -- dazu habe ich einfach das vorhandene Entwässerungs-Loch auf 3 mm aufgebohrt.

Für den Funktionstest sitzen zwei Luxeons auf einem Alustreifen direkt im roten Diamantprofil-Reflektor (bzw. Streuscheibe). ... Testergebnis: Das Rücklicht funktioniert, ist sehr hell und ab irgendwas mehr als 15 km/h ist kein Flackern mehr wahrnehmbar.

Gegen eine Spende in die Kaffeekasse habe ich beim lokalen Handwerwerkerbedarf ein Stück eckiger Kupfer-Dachrinne bekommen, aus dem ich zwei Streifen ausgeschnitten habe. Mit 2-Komponenten-Epoxidkleber sind die Luxeons (hier noch mit den Resten der alten Verkabelung) darauf fixiert, das Ganze habe ich etwa 30 Minuten lang im Backofen bei 60-70 ° C aushärten lassen.

Die Bleche wurden dann (durch Ausprobieren) etwas "tailliert", um durch die Gehäuseöffnung zu passen, die den "Reflektorraum" vom ehem. Batteriefach trennt (diese kann nicht beliebig weit ausgefräst werden, da dort die beiden Gehäuseteile miteinander verschraubt werden). Zwischen den Blechen ist ein kleines "V" (aus dem selben Kupferblech) eingeklebt, welches der Fixierung dient.

Die Luxeons sitzen jetzt in zwei neuen Bohrungen seitlich der grösseren mittigen Öffnung, in welcher früher das Birnchen saß. Weiter aussen jew. die Lichtaustritte für die seitlichen "Fenster", welche von den Luxeons und Kühlblechen nicht verdeckt werden.

Die Kühlbleche ragen nun in das ehemalige Batteriefach hinein und können ggfs. noch um weitere Wärme-Abstrahlfläche erweitert werden ... Oben im Gehäuse (dort wo das Kabel herausragt) kann durch einen Spalt Luft einströmen, der alte Schiebeschalter (s. o., erstes Foto) wurde entfernt und das Loch mit einem Stück Kupferblech gegen eindringende Wassermassen geschützt -- allerdings so, daß auch hier Luft ein-/ausströmen kann. Die alte Kabeleinführung wurde mit 2-K-Kleber verschlossen (ist nun die Schutzblechbeleuchtung;-) und im Batteriefach gibt's an der tiefsten Stelle zwei neue Löcher: eines für das Stromkabel, das andere als Ablauf für evtl. eingedrungenes Wasser.

Dank des Reflektors wurde die Lichtausbeute verbessert, mit den Kühlblechen sollten die LED auch Betrieb bei sommerlichen Außentemperaturen überstehen. Die LED/Bleche werden übrigens vom Reflektor auf Spannung in Position gehalten, sind also nicht fest eingeklebt -- somit sollten sich spätere Modifikationen (Einbau Standlicht?) einfacher durchführen lassen.

Das spätere Nachrüsten eines Standlichtes war dann auch wie erwartet unproblematisch. Hierzu wurde ein 1 F 5,5 V Goldcap Kondensator parallel zu einer der Luxeons geschaltet. Damit dieser korrekt geladen werden kann, wird zusätzlich eine Schottky-Diode davorgeschaltet, wie aus dem Schaltbild ersichtlich:

Der Goldcap findet im Gehäuse mehr als genügend Platz, damit er nicht dauernd hin-&herklappert, habe ich ihn mit etwas Isolierklebeband umwickelt.

Da mir innerhalb kurzer Zeit zwei aus Baustahl angefertigte Rücklicht-Halterungen gebrochen sind, verwende ich nun eine lange M5-Schraube zur Befestigung. Zum Ausgleich der schrägen Rückwand (einklich: Vorderseite) des Leuchtengehäuses ist an der Gepäckträger-Strebe ein Paar Konusscheiben von V-Bremsen eingefügt -- diese erlauben die Schraube schräg durch die Querstrebe zu führen und ermöglichen dennoch zuverlässigen Halt.

Eine rund 40-minütige Meßfahrt bei etwa 20 °C Außentemperatur ergab eine Temperatur von knapp 60 °C an den Kupfer-Kühlblechen. Dem Schutz der Luxeons vor Überhitzung sollte diese Konstruktion also genügen.



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